Neues Angebot: Schrifttraining
Das Thema Handschrift ist ein Dauerbrenner in der Lernberatung und der Rechtschreibförderung in meiner Praxis. Bei den meisten Schülern und Schülerinnen, die in den letzten Monaten den Weg zu mir in die Praxis gefunden haben, bremst eine falsch eingeübte Handschrift den Fortschritt beim Rechtschreibtraining ganz erheblich.
Im Wesentlichen tragen drei Gründe dazu bei:
- Wird zu langsam und nicht fließend geschrieben oder wird während des Schreibens sogar noch über die Form von Buchstaben nachgedacht, ist ein paralleles Mitsprechen beim Schreiben nicht möglich. Laut mitsprechend Schreiben ist jedoch die grundlegende Basisstrategie für das gesamte Rechtschreibtraining.
- Um Fehler selber ausfindig zu machen, gehört eine Kontrollschleife nach dem Schreiben zum Routineablauf. Wer aber seine Schrift selber nur schlecht lesen kann, kann diesen Schritt unmöglich erfolgreich ausführen. Zudem wird die richtige Rechtschreibung auch nicht so gut abgespeichert, wenn die Handschrift unleserlich ist.
- Bei den heute leider üblichen Schülerdruckschriften sind die Wortgrenzen oft unklar oder nicht sichtbar. Dieser Umstand führt zu vielen Rechtschreibfehlern und großer Unsicherheit. Beispielsweise hat vor 10 Jahren noch so gut wie jeder zusammengesetzte Nomen selbstverständlich in einem Wort geschrieben. Heute werden bei solchen Wörtern Unmengen an Rechtschreibfehlern gemacht.
Für eine sichere Rechtschreibung ist eine gut automatisierte, leserliche und flüssige Handschrift sehr förderlich.
Denken wir noch weiter: Sollen später Texte selber geschrieben werden, so verlangt das sehr viel gleichzeitiges Überlegen. Was ist der Inhalt? Wie formuliere ich die Sätze? Schreibe ich, wie es für den Leser meines Textes angemessen ist? Schnell ist überfordert, wer auch noch lange über die Rechtschreibung nachdenken muss.
Jetzt sollte also nicht nur die Handschrift, sondern auch noch zusätzlich die Rechtschreibung größtenteils automatisiert funktionieren. Wer aber immer noch zu langsam schreibt und über die Form seiner Buchstaben nachdenken muss, wird keine Kapazität für die Rechtschreibung oder einen guten Satzbau und schon gar nicht für einen gelungenen Text aufbringen.
Eine schlechte Handschrift ist deshalb keine ästhetisches Randproblem, sondern ein gravierendes Lernhindernis.
Aus diesen Überlegungen und Erfahrungen heraus ist es mir unverständlich, dass in den allermeisten Grundschulen so wenig Unterrichtszeit auf das Lernen und Üben einer funktionierenden Handschrift verwendet wird. Zudem wird trotz fachlicher Kritik in vielen Schulen die Grundschrift oder die wirklich grauenhafte vereinfachte Ausgangsschrift unterrichtet. Von diesen Ausgangsschriften rate ich ausdrücklich ab. Die hervorragende Schulausgangsschrift oder auch die lateinische Ausgangsschrift führen dagegen sehr selten zu den beschriebenen Problemen.
Alle diese Überlegungen und Erkenntnisse haben mich dazu gebracht, ein systematisches Schrifttraining anzubieten. Hierbei analysiere ich zunächst die Handschrift Ihres Kindes und leite Sie danach sehr genau an, mit ihrem Kind ein Training zuhause durchzuführen. Jedes einzelne trainierte Detail kann sofort in den Schulalltag übernommen werden und wird so nebenher weiter geübt. In wöchentlichen Rhythmus schauen wir auf das Erreichte, ich erarbeite mit Ihrem Kind den nächsten Schritt und Sie bekommen genaue Trainingsinhalte an die Hand. Zuhause trainieren Sie mit Ihrem Kind täglich ca. 15 Minuten über einige Wochen und genießen den Erfolg.
Möchten Sie ein Rechtschreibtraining buchen, wird es ab jetzt immer zunächst auch eine Schriftanalyse und bei Bedarf das Schrifttraining geben. Die Wochen oder wenigen Monate, die Sie mit Ihrem Kind an der Handschrift arbeiten, werden das folgende Rechtschreibtraining effektiver machen und eine gut investierte Zeit sein.
Kontaktieren Sie mich gern, wenn Sie weitere Fragen haben oder das neue Schrifttraining buchen möchten.
