Warum ich bei Lernproblemen so häufig auf die Säuglingszeit schaue 1


Fälle aus der Beratungspraxis:

Beobachten Sie, dass Ihr Kind

  • beim Schreiben sein Heft um bis zu 90° dreht,
  • sich nicht daran stört, wenn ein Auge durch eine Haarstähne verdeckt ist, weil es nur das andere allein benutzt,
  • schnell eine verspannte und schmerzende Hand hat,
  • eine schlechte Stifthaltung hat,
  • seine Zeilen immer weiter rechts beginnt, umso weiter es auf dem Blatt nach unten kommt, so dass der linke Rand immer breiter wird,
  • Mühe hat, Zahlen exakt untereinander zu schreiben,
  • im mündlichen Unterricht deutlich besser ist als in schriftlichen Arbeiten,
  • noch nicht richtig weiß, ob es Rechts- oder Linkshänder ist, obwohl die Einschulung vor der Tür steht,
  • es Lernprobleme oder Lernstörungen hat?

Dies können typische Anzeichen sein, dass der Asymmetrische Tonische Nackenreflex (ATNR) noch nicht richtig integriert ist. Unwillkürlich haben diese Kinder einen Bewegungsimpuls, den sie sich in abgeschwächter Form aus ihrer Säuglingszeit erhalten haben. Beim Säugling löste die Drehung des Kopfes zur Seite den Impuls aus, Arme und Beine auf dieser Seite zu strecken und auf der Gegenseite zu beugen. Unter anderem ist der ATNR in diesem Alter wichtig für die Entwicklung einer guten visuellen Wahrnehmungsverarbeitung: Der junge Säugling trainiert Auge und Hand aufeinander abzustimmen, denn in die Blickrichtung gelangt seine Hand automatisch. Ab dem Alter von vier bis sechs Monaten sollte dieses Bewegungsmuster von gezielten, willentlichen Bewegungen abgelöst werden. Bleibt der Reflex erhalten, so überwindet das Kind nicht vollständig sein jeweils einseitiges Bewegungsmuster. Es hat Probleme mit der Überkreuzbewegung. Dies kann sich beispielsweise darin auswirken, dass die Krabbelphase nicht intensiv genug durchlebt wird, wodurch die Gehirnhälften nicht lernen, optimal zusammenzuarbeiten und sich in der Folge auch nicht genügend spezialisieren. Je älter die Kinder werden, umso mehr Probleme bauen sich darauf auf. Bei Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche ist der ATNR fast immer nicht richtig integriert.

Die begleitende Kinesiologie arbeitet an der Integration dieses und weiterer frühkindlicher Reflexe. Das Lernen wird dadurch leichter.

Zeigt Ihr Kind einige der beschriebenen Verhaltensweisen? Möchten Sie ihm das Lernen erleichtern? Vereinbaren Sie doch einen unverbindlichen Beratungstermin. Ich freue mich auf Ihre Anfrage!

Ihre Petra Jakob


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Ein Gedanke zu “Warum ich bei Lernproblemen so häufig auf die Säuglingszeit schaue

  • Susanne Peifer-Weiß

    Ich schreibe für meinen Sohn, der eine schwere Legasthenie hat. Frau Jakob begleitet uns seit dem 3. Schuljahr bis heute. Zu Beginn der Lerntherapie mit Frau Jakob war unser Sohn noch Analphabet. Zahlreiche logopädische und ergotherapeutische Behandlungen zuvor konnten keinen wirklichen Fortschritt zu erzielen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir deswegen schon sehr verzweifelt bis ratlos, da wir von schulischer Seite keine wirkliche Unterstützung bekamen.
    Durch Zufall kamen wir in Kontakt mit Frau Jakob, die unserem Sohn eine LRS-Therapie anbot und sehr engagiert durchführte. Mit intensiver Arbeit, regelmäßigem, immer wieder angepasstem Training (auch regelmäßige Hausaufgaben !!!!! gehörten dazu), zeigten sich bei unserem Sohn sehr schnell beeindruckende Erfolge. Bis zum Ende des 4. Schuljahres hatte Frau Jakob es geschafft, dass unser Sohn genauso gut Lesen und Schreiben konnte wie die auch seine anderen Mitschüler.

    Frau Jakob arbeitet sehr kindgerecht. Als erfahrene Pädagogin und Kinesiologin begleitet und motiviert sie bis heute unseren Sohn sehr gut. Für uns war die Begegnung mit Frau Jakob ein Glücksfall. Ohne ihre Unterstützung hätte unser Sohn es nicht geschafft (überhaupt) Spaß am Lernen und an Schule zu haben und trotz seiner schweren Legasthenie ein „normaler“ Schüler zu sein. Die kinesiologische Arbeit von Frau Jakob hat bei unserem Sohn die LRS-Therapie zusätzlich nachhaltig positiv gefördert.